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Wuselige Ameisen – das ist für viele Gartenbesitzer ein Anblick, der erschreckt. Ameisen im Garten oder, schlimmer noch, auf der Terasse oder im Haus sind eine absolut schreckliche Vorstellung. Bei solch einer drohenden Gefahr wird dann ganz schnell zum erstbesten Ameisenmittel gegriffen und den Tieren der Garaus gemacht. Wir klären auf, wie man Ameisen bekämpfen sollte, ohne gleich den gesamten Staat zu vernichten.

 

Ameisen auf einer Terasse
Ameisen auf der Terasse sind nicht erwünscht – © depositphotos.com @ Aisyaqilumar

Geordnetes Chaos

Auf den ersten Blick wirken die Ameisenhaufen wie das totale Chaos. Allerdings ist dieser Eindruck falsch, denn die Ameisen organisieren ihre Millionenstaaten straff. Bei dem fleißigen Völkchen ist alles perfekt geregelt. Das gilt für den Bauplan, die Hygiene, die Kommunkation und sogar für das Sterben. Vom Bauplan über die Hygiene und Kommunikation bis hin zum Sterben ist alles geregelt. Manche der Ameisenarten betreiben sogar eine Laustierhaltung und züchten Pilzgärten. Jedes einzelne Tier hat in einem sozialen Ameisenstaat seine Aufgaben, welche häufig am Bau ihres Körpers zu erkennen ist.

Immer der Ameisennase nach

Kommunikation im Ameisenstaat ist der Schlüssel für das Gelingen eines solchen gigantischen und beeindruckenden Gefüges. Ohne gerechte Arbeitsteilung und Austausch untereinander funktioniert hier gar nichts. Um Informationen über Feinde, Nahrung oder Baumaterial weiterzugeben, benutzen die Ameisen Duftspuren. Oftmals dienen diese auch dazu, Rivalen in den eigenen Nestern zu töten, um somit die eigenen Besitzansprüche auf die Königin sicherzustellen.

Kundschafterameisen als Spurenleger

Wenn eine Kundschafterameise eine geeignete Nahrungsquelle entdeckt, bespritzt sie diese, legt somit eine gepunktete Duftspur aus und verteilt nach ihrer Rückkehr in den Bau Kostproben. Die anderen Ameisen riechen den Braten, folgen anschließend dieser Spur und verstärken sie zusätzlich. Umso intensiver so ein Pfad duftet, desto mehr Insekten folgen ihm. Eigentlich ein wunderbares Erfolgskonzept, denn somit gelangen viele der Ameisen dorthin, wo vereinte Kräfte benötigt werden. Doch es geht natürlich auch umgekehrt: Wenn der Weg zum Futter verstopft ist, hinterlassen die Insekten geringere Duftmarken, sodass die Staudichte abnimmt.

Wenn die Ameisen zur Plage werden

Es gibt wohl kaum einen Garten, in dem nicht unzählige Ameisenvölker leben, auch wenn wir Menschen die winzigen Insekten kaum oder nur vereinzelt wahrnehmen. Meist leben die Winzlinge in kleinen Bauten unter der Erde, in alten Holzstapeln, am Kompost oder in den Spalten von Mauerritzen. Wer ganz genau hinschaut, wird mit großer Sicherheit einige Bauten von Ameisen in seinem Garten entdecken. Sie verraten sich des Öfteren durch die fein ausgelagerten Erdhäufchen, welche sich zwischen Steinen und den Terrassenplatten befinden.

Generell besteht hier kein Problem und auch kein Grund, die Ameisen zu bekämpfen. Im Gegenteil, denn die Ameisen leisten hervorragende Arbeit, um sowohl Ungeziefer als auch Schädlinge zu dezimieren und viele tote Tiere zu zerlegen.

Sie könnten sozusagen als Müllabfuhr im Garten bezeichnet werden oder als nützliche Helfer. Allerdings kann es auch einmal zu viel des Guten werden, wenn sich die kleinen Krabbler im Garten zu einer regelrechten Plage ausweiten. Besondere Vorsicht ist auch angebracht, wenn man allergisch auf einen Ameisenbiss reagiert.

Was tun gegen Ameisen im Garten?

Ist man der Meinung, dass es nun tatsächlich wirklich zu viel des Guten ist, so sollte sich überlegt werden, was gegen die Tiere getan werden kann. Hierbei gilt zu bedenken, dass der Ameisenstaat immer nur dann komplett vernichtet wird, wenn seine Königinnen absterben. Nur die Arbeiterinnen zu töten ist wenig sinnvoll, weil die Königinnen binnen kürzester Zeit wieder für Nachschub sorgen. Wenn der Ameisenbau genau zu lokalisieren ist und sich oberflächlich in der Gartenerde befindet, so ist es ganz einfach, der Ameisenplage mit einem Spaten entgegenzuwirken. Hierfür werden großzügig die befallenen Bereiche entfernt und der Bau an einen Ort verbracht, wo die Tiere nicht mehr stören. Ameisen zu bekämpfen ist auch mit kochend heißem Wasser möglich, allerdings ist das eine barbarisch Methode. Dazu muss das Nest wieder genau lokalisiert werden, um ein vollständiges Abtöten der kleinen Krabbler zu erreichen.

Ameisen mit Hausmitteln bekämpfen

Da die Ameisen äußerst geruchsempfindlich sind, können Sie sowohl auf duftende als auch auf streng riechende Substanzen wie beispielsweise Essig und Teebaumöl zurückgreifen.

Des Weiteren eignen sich Zimt, Majoran, Zitrone, Chili oder Lavendel. Stellen Sie diese Pflanzen neben Ihre Terrasse oder streuen den Zimt auf die Straßen der Ameisen. Nach kurzer Zeit wählen die Tiere eine andere Route und meiden die Hausnähe.

Eine weitere Möglichkeit der Bekämpfung wäre eine Mischung aus Honig und Bier. Am besten wird dieses Gemisch in eine flache Schale mit hohen Wänden gegeben und in Nestnähe der Krabbler gestellt. Der süßliche Geruch lockt die Ameisen an und so ertrinken sie schlussendlich in der Flüssigkeit.

Wichtig: auch wenn die kleinen Ameisen noch so sehr stören – verwenden Sie bitte keinesfalls Backpulver. Durch das Triebmittel blähen die Ameisen auf und verenden qualvoll. Das hat kein Tier verdient. Wenden Sie im Zweifel lieber Ameisengift an, was die Tiere nicht quält (siehe unten).

Weitere Tipps

Werden die Ameisen auf Ihrem Gartentisch zur unliebsamen Plage, können Sie die Beine Ihres Tisches in Wassergläser stellen. Somit entsteht für die Ameisen eine unüberwindbare Barriere zwischen Boden und Tisch.

Da die Tiere problemlos durch undichte Stellen wie beispielsweise Mauerspalten oder Risse von außen in das Haus gelangen, sollten diese unbedingt mit Silikon oder Gips verschlossen werden.

Als hervorragende Ameisenbarriere haben sich sowohl Kreidepulver als auch Gartenkalk bewährt. Sie können beispielsweise vor den Hauseingängen ganz einfach eine dünne Linie ausstreuen und Ihre Wände mit dicken Kreidestrichen versehen. Die Ameisen überqueren seltsamerweise diese alkalischen Substanzen nicht. Einziger Nachteil: die Linie muss regelmäßig erneuert werden.

Wirkungsvolle Kontaktmittel und Fraßköder gegen Ameisen

Erst wenn die oben beschriebenen einfachen Maßnahmen bei dem Entfernen von Ameisen nicht helfen, dann ist es sinnvoll, auf eine chemische Bekämpfung der Ameisen zurückzugreifen.Insbesondere, wenn sich die Ameisenstraßen bereits über die Terasse wälzen oder die Tierchen im Haus gelandet sind, hört der Spass in der Regel auf.

Zur Bekämpfung der Ameisen finden sich die verschiedensten Sprüh-, Nebel- und Stäubemittel, welche mit unterschiedlichen Wirkstoffen ausgestattet sind. Diese können problemlos sowohl auf die Nester als auch auf die Ameisenstraßen aufgebracht werden. Allerdings kommen bei diesem Einsatz nur die Arbeitstiere und nicht die Königin zu Tode.

Viel nachhaltiger wirkt ein richtig eingesetzter Ameisenköder, die es zum Beispiel als kleine Dosen für die Anwendung im Innen- und Außenbereich zu kaufen sind. Die darin enthaltenen Fraßköder sind für uns Menschen vollkommen geruchsneutral, locken aber die Arbeiterinnen mit dem angenehmen Duft in die vorgesehene Falle.

Dabei fressen die Ameisen die Ködermittel und tragen sie in ihr Nest, sodass auch die Königin und die ganzen Larven vernichtet werden.

Unsere Empfehlung gegen Ameisen

Besonders überzeugend ist nach unserer Auffassung der Celaflor Ameisenköder. Lesen Sie hier einen Erfahrungsbericht!

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  • Die Ameisen kriechen durch die starke Lockwirkung des Köders in die Dose, nehmen den Wirkstoff auf, bringen diesen in ihr Nest undverfüttern den Wirkstoff an die Brut
Sicherheitshinweise

Für dieses Produkt gibt es folgende Sicherheitshinweise

      • Kann in Gewässern längerfristig schädliche Wirkungen haben
      • Sehr giftig für Wasserorganismen
      • Nicht in die Kanalisation gelangen lassen
  • Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen
  • Von Nahrungsmitteln, Getränken und Futtermitteln fernhalten
  • Bei Verschlucken sofort ärztlichen Rat einholen und Verpackung oder Etikett vorzeigen
  • Gas/Rauch/Dampf/Aerosol nicht einatmen
  • Unter Verschluss aufbewahren
  • Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung
  • Sehr giftig für Wasserorganismen
  • Zulassungs Nr.: N-26407
  • Beachten Sie unbedingt die Packungsbeilage und Etiketten des Produktes

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  • Die Ameisen nehmen den Wirkstoff auf, bringen diesen in ihr Nest undverfüttern den Wirkstoff an die Brut
Sicherheitshinweise

Gebrauchsanleitung

Anwendungszeit: März – Oktober

Zum Gießen:

100 g auf 5 l Wasser - 0,5 l Brühe pro Nest

Celaflor Ameisen-Mittel ist gut wasserlöslich. Gießlösung vor Anwendung gut umrühren. Verwendete Gießkanne mit Wasser reinigen, Reinigungswasser auf die behandelten Flächen ausgießen. Der beigemengte Bitterstoff kann ein unbeabsichtigtes Schlucken gerade bei Kindern verhindern und macht das Mittel unattraktiv für Haustiere.

Wirkstoff

0,2 g/kg Fipronil

Sonstige Hinweise

Einstufung gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 [CLP/GHS]

Zulassungsnummer DE-0011558-18

Gefahrenpiktogramme : umweltgefährlich

H-Sätze: 410 Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.

P-Sätze: P102,P273,P391,P501

Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen. Freisetzung in die Umwelt vermeiden. Verschüttete Mengen aufnehmen. Inhalt/Behälter mit eventuellen Produktresten an Sammelstellen für Haushaltschemikalien zuführen.

Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.

Rechtliche Hinweise

"Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen“ "Pflanzenschutzmittel vorsichtig verwenden. Vor Verwendung stets Etikett und Produktinformationen lesen“

Extra-Tipp: falls der Fraßköder nicht optimal von den Ameisen angenommen wird, können sie zuvor mit einer Lösung aus Zucker angeködert werden. Wird festgestellt, dass die Tierchen den ausgelegten Köder regelmäßig aufsuchen, können Sie dieses wohlschmeckende Futter gegen einen Giftköder austauschen.

Dem Ameisenbefall vorbeugen

Es gibt wirklich viele Möglichkeiten einem lästigen Ameisenbefall vorzubeugen. So müssen später die eigentlich nützlichen Tiere nicht mühselig gefangen oder gar getötet werden.

Vor allem das Tierfutter von Vierbeinern lockt die Ameisen in großen Mengen an. Sie sollten deshalb immer darauf achten, dass Ihre Futterschalen von Hund oder Katze unverzüglich zu säubern oder auszuspülen sind.

Auch länger lagernden Abfällen locken die kleinen Krabbler an. Essensreste, welche auf den Boden gefallen sind, sollten schnellstens beseitigt werden, denn diese bedeuten einen wahren Festschmaus für die Ameisen.

Um in Innenräumen von den Plagegeistern verschont zu bleiben, ist es ratsam, sämtliche Lebensmittel immer gut verschlossen zu lagern.

Übrigens: auch die im Kühlschrank befindlichen Vorräte sollten immer gut verpackt sein, denn die Dichtung des Kühlschranks ist für die Ameisen kein Hindernis.

Auch Ihre Biotonne kann für die Ameisen sehr verführerisch riechen, deshalb sollten Sie diese immer gut verschließen. Legen Sie zusätzlich Diatomeenerde in die Schlupfwinkel oder an die Wanderwege der Tiere. Dieses fein gemahlene Pulver aus Kieselalgen verletzt den Chitinpanzer der Tierchen, sodass sie austrocknen.

Fazit

Im Grunde genommen sind die kleinen fleißigen Tierchen im Garten beispielsweise wirklich sehr nützlich, solange das Ganze nicht überhandnimmt. Deshalb ist es eigentlich schade, wenn Sie dann auf so manche grausame Art und Weise getötet werden müssen.

Sind die kleinen Plagegeister allerdings dann im Haus oder in der Wohnung zu finden, sieht die Sache schon wieder ganz anders aus. Hier sind die Ameisen wirklich ein lästiges Übel, das dringend beseitigt werden muss.

Am besten ist es einfach, solch einem unkontrollierten Befall der kleinen Tierchen vorzubeugen und hierfür ganz einfache und profane Maßnahmen zu treffen. Somit können Mensch und Tier in schönster Ruhe leben.

 

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