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Gefährliche Zecken
Zecken übertragen Krankheiten | depositphotos.com © steho

Zeckenbiss beim Mensch

Ein Zeckenbiss wird von Zecken, das sind kleinen Parasiten die weltweit vorkommen, verursacht. Sie lassen sich auf Menschen und Tieren nieder (lesen Sie hier: Zeckenbiss bei der Katze), um sich von deren Blut zu ernähren. Das eigentliche Problem ist nicht der Blutverlust, sondern die Tatsache, dass während des Saugvorgangs verschiedene Krankheitserreger übertragen werden können.

Zecken lassen sich nicht von Bäumen auf ihren Wirt fallen, wie allgemein angenommen wird. Vielmehr streift man sie von hohen Gräsern oder Sträuchern ab. Am ehesten muss man in Parks, im Wald, an Lichtungen, an Bächen oder im heimischen Garten mit den Blutsaugern rechnen.

Das ideale Klima für die Tierchen ist feucht und warm, im Sommer sind sie nach Regentagen besonders aktiv. Allerdings ist ihre Aktivität nicht ganzjährig, fallen die Temperaturen unter die Marke von sieben Grad, fallen die Parasiten in eine Art Starre und verkriechen sich unterm Laub. Die Verbreitung von Zecken ist sehr weitläufig, da ja in der Regel genügend Wirte verfügbar sind, mit denen sie auch größere Strecken überwinden können.

Zecken haben einen ganz speziellen Körperbau

Da ausgewachsene Zecken über insgesamt acht Beine verfügen, zählen sie rein biologisch zu den Spinnentieren. Allerdings gehören sie genau genommen zur Familie der Milben. Die Anatomie der Tierchen ist so ausgelegt, dass eine Anpassung an ihre Umwelt perfekt gelingt. Dank den mit Klauen ausgestatteten Vorderbeinen, können sich die Parasiten am Opfer festhalten, an ihrem Kopf findet man einen Stech- und Saugapparat, die zu den typischen Zeckenbissen führen. Die Atmung erfolgt über Öffnungen hinter dem letzten Beinpaar, Geschlechtsteile sind hinten am Bauch vorhanden.

vollgesaugte Zecke nach Zeckenbiss
Eine vollgesogene Zecke nach einem Zeckenbiss | © mit freundlicher Genehmigung von Franz Otto Fimpeler

Zunächst wird mit Hilfe der scherenartigen Mundwerkzeuge ein Riss in der Haut des Wirts erzeugt, der Stachel kann so problemlos eindringen. Obwohl es sich also eigentlich um einen Zeckenstich handelt, sprechen die meisten Menschen von einem Zeckenbiss.  Es sammelt sich im Bereich der Einstichstelle Blut, dieses wird abgesaugt, weiter austretendes Blut ebenso. Um sich im Gewebe des Opfers zu verankern, befinden sich unzählige Widerhaken am Stechapparat der Zecke. Nicht bei allen Zeckenarten ist dieser Stachel gleich groß, deshalb sondern einige noch eine Art Kleber ab, welcher die Haftung dann zusätzlich verstärkt.

 

Die typische Verhaltensweise der Zecken

Zunächst lauern die Parasiten ihren potentiellen Opfern auf, sie sitzen aus diesem Grund in hohen Gräsern, in Sträuchern und Büschen, wobei sie sich auf eine Höhe von maximal 1,5 Metern begeben. Am vorderen Beinpaar sitzen Sinnesorgane, weshalb sie diese in die Luft recken. Sie orientieren sich an bestimmten Duftstoffen, doch auch die Körperwärme anderer Lebewesen und deren Atemluft können sie gut wahrnehmen. Wenn ein menschlicher oder tierischer Wirt nun an einer Pflanze vorbeistreift, reagieren Zecken in weniger als einer Sekunde und klammern sich an ihm fest. Halt finden sie dabei wahlweise direkt auf der Haut bzw. dem Fell oder an der Bekleidung. Im Vergleich zu Mücken brauchen Zecken viel mehr Blut, so dass der Saugvorgang entsprechend länger dauert. Werden sie nicht entdeckt, kann es vorkommen, dass die Parasiten bis zu 14 Tage an ihrem Wirt hängen, um sich von dessen Blut zu ernähren.

Beim Zeckenbiss schnell handeln
Bei einem Zeckenbiss muss gehandelt werden | depositphotos.com © steho

Damit sie möglichst lange ungestört saugen können, bevorzugen Zecken bestimmte Körperregionen. So findet man sie gerne unter den Achseln, im Genitalbereich, in den Kniekehlen, am Haaransatz oder zwischen den Beinen. Wichtig ist, dass die Haut an diesen Stellen möglichst dünn ist, so dass das Eindringen problemlos vonstattengeht. Darüber hinaus stechen die Parasiten vor allem an Hautstellen, die eine gewisse Feuchte und eine gute Durchblutung aufweisen, das ist zum Beispiel an Partien mit stärkerer Schweißabsonderung gewährleistet. Den Stich an sich spürt der Wirt überhaupt nicht, da der Speichel der Zecken auch betäubende Substanzen enthält. Andere Stoffe unterdrücken Entzündungen im Bereich des Bisses sowie die Blutgerinnung.

Eine vollgesaugte Zecke kann ihre Größe um ein Vielfaches vergrößern, sie lässt sich nach der Blutmahlzeit dann vom Wirt fallen. Während ihres Lebens durchläuft die Zecke drei Abschnitte, sie wird von der Larve zur Nymphe und schließlich zum adulten Parasiten. Grundsätzlich genügt jeweils eine Blutmahlzeit, um die Zecke in jeder Phase ausreichend zu ernähren. Die maximale Lebenserwartung einer Zecke liegt bei etwa fünf Jahren.

Zecken können viele Krankheiten übertragen

Kaum ein Mensch bleibt in seinem Leben von Zeckenbissen verschont, grundsätzlich sind sie auch kein Grund zur Besorgnis. Doch in den vergangenen Jahren sind die Fälle von Infektionen mit FSME und Borreliose angestiegen, diese Erreger werden von Zecken übertragen. Nicht jede Zecke ist Träger dieser Erreger, doch wenn man Pech hat, erwischt einen gerade ein solches Exemplar. Die Übertragung erfolgt während des Saugvorgangs, die Tierchen können das Blut nicht komplett verdauen, die unverdaulichen Bestandteile gehen wieder auf den Wirt über. Aus diesem Grund entleert sich der Darm der Zecke mehrmals, und es werden eventuell die genannten Krankheitserreger mit abgesondert. Eine Impfung kann vor den Erregern der FSME schützen, für Borreliose gibt es bis heute hingegen noch keinen geeigneten Impfstoff.

So werden Zecken korrekt entfernt

Zecke entfernen
Zecken beim Entfernen nicht drehen! | depositphotos.com © sasel77
  • Nach jedem Ausflug in die Natur sollte man den Körper auf mögliche Zeckenbisse untersuchen.
  • Wird eine Zecke entdeckt, muss diese so schnell wie möglich entfernt werden, denn Krankheitserreger gehen nicht immer sofort auf den Wirt über.
  • Immer wieder hört man davon, dass man Klebstoff, Alkohol oder Öl auf die Zecke träufeln soll, das kann jedoch gefährlich sein. Im schlimmsten Fall übergibt sich die Zecke, so dass Erreger noch leichter übertragen werden.
  • Das Tier darf auch nicht nach recht oder links gedreht werden, häufig bleibt der Stechapparat dann in der Haut stecken.
  • Mit Hilfe einer speziellen Zeckenzange aus der Apotheke oder einer feinen Pinzette packt man das Tierchen dicht über der Haut und zieht es vorsichtig aus der Haut, ohne es dabei zu quetschen.
  • Danach desinfiziert man die Hautstelle rund um den Zeckenbiss mit etwas Alkohol. Falls es zu einer Entzündung kommt, ist der Arzt aufzusuchen.
  • Die Zeckenzange wird ebenfalls desinfiziert.

Wir empfehlen bei einem Zeckenbiss:

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Zeckenzange Zeckenpinzette im 3er Set aus rostfreiem Edelstahl Profi-Qualität*
  • Zeckenzange und Zeckengreifer aus gehärtetem rostfreiem Edelstahl zur Zeckenentfernung
  • 1 x Zeckenzange mit Kreuzmechanismus mit einer Gesamtlänge von 13,6 cm. Die Breite des Pinzettenkopfes beträgt 4 mm
  • 1 x Spitze Zeckepinzette, leicht abfallend. DIe Gesamtlänge beträgt 11,6 cm

Das vorgestellte Set ist aus rostfreiem, stabilem Edelstahl und speziell für die Entfernung von Zecken gefertigt. Aufgrund des Edelstahls lässt es sich leicht reinigen und desinfizieren, was einer weiteren Infektion vorbeugt. Die Zangen sind so gefertigt, dass sie die Zecke möglichst nah an der Hautoberfläche packen. Dadurch, richtige Anwendung vorausgesetzt, das Zerquetschen der Zecke verhindert und es kann keine weitere Körperflüssigkeit in die Wunde eindringen.

Einem Zeckenbiss gezielt vorbeugen

Wohnt man in einem FSME-Risikogebiet oder hält sich vorübergehend dort auf, sollte man über eine Impfung nachdenken, wenn man gerne Zeit in der Natur verbringt. Diese Impfung kann gegen die bei einem Zeckenbiss ausgelöste Hirnhautentzündung helfen.

Diverse Hausmittel gegen Zecken helfen bei Einnahme. Z.B. kann Schwarzkümmelöl nach einiger Zeit der Einnahme deutlich den Zeckenbefall bei Hunden und Menschen reduzieren.

Auch in den Sommermonaten sollte man bei Ausflügen lange Bekleidung tragen, die Socken werden am besten noch über die Hosenbeine gezogen, denn dort klettern Zecken gerne hinein.

Helle Kleidung ist ideal, denn Zecken sind darauf gut zu sehen.

Ist man wieder zuhause angekommen, sollte man den ganzen Körper nach Zecken absuchen, im Bereich des Kopfes können vielleicht Mitbewohner behilflich sein.

Der Handel hält zahlreiche Präparate und Mittel gegen Zecken zum Einreiben oder Aufsprühen parat, so dass man Zecken gut vom Körper fernhalten kann.

Unsere Empfehlung, rein biologisch:

ANTI BRUMM Zecken Stopp Spray

Zecken Spray Von DETICK | Ultimative Zecken Insektenschutz | 100% naturreine BIO Inhaltstoffe | Natürliche Zeckenabwehr Alternative fürs Herrchen & Kinder*
  • ULTIMATIVER SCHUTZ: Diese Sprayflasche gegen Zecken bietet auf natürliche Weise Schutz vor Zecken danke den essential oil.
  • VIELSEITIG ANWENDBAR: Ob unterwegs, im Urlaub, Outdoor, beim Wandern, Camping einfach auf die Kleidung und in die Luft sprühen und rundum Zeckenschutz genießen.
  • 100% NATUR PUR: Das DETICK Anti Zecken Mittel basiert ausschließlich auf Geranium, Zitrone und Eukalyptus ÖL, welche einen biologischen Zeckenschutz zusammen ergeben.

Mit dem Zecken-Spray von DeTick (englisch „tick“ = Zecke)  erhalten Sie ein aus 100% naturreinen und biologischen Inhaltstoffen hergestelltes Mittel. Daher ist es frei von Bioziden und schonend für Kinder und Erwachsene.

In unserem Sommer-Test mit der ganzen Familie hat sich das Mittel gegen Zecken bewährt. Man sprüht es wahlweise direkt auf die Haut oder auf die Bekleidung auf.

weiterer Produktvorschlag:

Autan Protection Plus Zeckenschutz

Sicherheitshinweis: Inhaltsstoff Icaridine 20% (20g/100g). Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.

Beim Autan Protection Plus handelt es sich um einen Multi-Insektenschutz, der nicht nur vor Zecken, sondern auch vor Stechfliegen, Mücken und Tigermücken schützt. Während das Spray bei Mücken bis zu acht Stunden wirkt, hält der Schutz vor Zecken etwa vier Stunden an, so dass es eventuell mehrfach aufgetragen werden muss. Das Spray eignet sich auch zur Anwendung im Gesicht, für einen Unterarm reichen etwa sechs Sprühstöße aus.

Da es sich um ein Biozid handelt, ist die nötige Vorsicht geboten.

 

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