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Ambrosia Allergie: Viele Menschen in Deutschland haben davon noch nichts gehört. Dabei handelt es sich um ein ernstzunehmendes Problem, welches auf uns zukommt.
Die Ambrosia, genauer Ambrosia artemisiifolia, ist ein Unkraut, welches sich in Europa immer stärker verbreitet. Grundsätzlich eigentlich kein Problem, denn schließlich gibt es viele Unkräuter, die den Gärtner das ganze Jahr über plagen. Doch leider verursacht die Pflanze die gefürchtete Ambrosia Allergie. Das Gewächs gehört damit zu den stärksten Allergieauslösern weltweit unter allen Pflanzen. Wir klären auf, was zu beachten ist.

 

Mädchen mit Munschutz vor Ambrosia
Die Ambrosia löst bei vielen Menschen starke Allergien aus – © depositphotos.com @ galitskaya

Gefahr durch die Ambrosia

Die Ambrosia artemisiifolia ist ein Kraut, welches im Hochsommer blüht. Eine einzige Pflanze kann bis zu einer Million Pollen in die Luft geben – in jedem einzelnen Jahr. Die Samen selbst bleiben bis zu 40 Jahre lang in der Lage, erneut zu keimen.

Während die Ambrosia in ihrer ursprünglichen Heimat sich bei weitem nicht so aggressiv ausbreitet und auch Fressfeinde hat, ist dies in Mitteleuropa leider der Fall. Offensichtlich fühlt sich die Pflanze bei uns noch viel wohler und die klimatischen Bedingungen sind für die Ausbreitung optimal.

Leider führt das zu einem vermehrten Auftreten der sogenannten Ambrosia Allergie.

Durch diese Pollenbelastung der Ambrosia Pflanze wird bei Allergikern nicht nur Heuschnupfen, sondern auch allergisches Asthma ausgelöst.

Inzwischen leiden nach Schätzungen des Allergiezentrums der Ludwig-Maximilians-Universität (Quelle hier) vermutlich rund zwei Millionen Menschen an der Ambrosia Allergie.

Dabei wird sogar vermutet, dass die Zahl der betroffenen Allergiker sich auf geschätzt 8 Millionen erhöhen könnte, wenn sich die Pflanze weiter verbreitet.

Über die zusätzlichen Gesundheitskosten für Krankenkassen und auch Zuzahlungen und rezeptfreie Mittel der betroffenen Patienten müssen wir an dieser Stelle wohl nicht mehr viel schreiben. Es wird vermutet, dass die Kosten durchaus die magische Milliarde erreichen können.

Symptome der Ambrosia Allergie

Grundsätzlich sind die Symptome der Allergie durch die Ambrosia-Pflanze Heuschnupfen und Asthma bronchiale. Aus diesem kann sich im schlimmsten Fall auch noch eine COPD entwickeln.

Wer als betroffener Ambrosia-Allergiker die Pflanze mit bloßen Händen anfasst, der kann unter Umständen eine Kontaktallergie entwickeln.

Rote Pusteln und kleine Bläschen sind die Folge – die Ambrosia Allergie hat wieder zugeschlagen.

Die Ambrosia sicher erkennen

Die Ambrosia, also das „Aufrechte Traubenkraut“ wurde bereits Mitte des 18. Jahrhunderts aus Nordamerika eingeschleppt. Schuld sind dabei Getreidelieferungen von Amerika nach Europa, denen immer wieder Samen beigemischt waren.

In den letzten Jahren verteilte sich die Pflanze übrigens hauptsächlich über Vogelfutter für einheimische Vögel immer weiter.  Auch wenn hier bereits stärkere und bessere Kontrollen durchgeführt werden, rutschen immer wieder Samen bei der Produktion ins Futter.

Hintergrund ist, dass die Pflanze Sonnenblumenfelder liebt. Sie reift zusammen mit den Blumen heran und wenn diese für die Sonnenblumenkerne geerntet werden, lässt sich eine Vermischung mit den Ambrosia-Samen nicht verhindern.

Kennzeichen der Ambrosia

Leider ist die Ambrosia schwer zu erkennen, da sie einige Doppelgänger hat. Wermut, Beifuß und auch die wilde Möhre sehen ihr sehr ähnlich. Diese Doppelgänger lösen allerdings keine Allergien aus.

Wichtig ist, die Pflanze genau zu betrachten. Ist der Stängel deutlich behaart und sind die Blätter von unten grün, so handelt es sich vermutlich um das „aufrechte Traubenkraut“. Der Beifuß hat hingegen hellere und silbrige Blätter.

Auch der Blütenstand ist anders: die Ambrosia hat einen länglichen Blütenstand, der von Beifuß ist jedoch eher verjüngend, also pyramidenförmig.

Bilder der Ambrosia

  • Hier kommen Bilder hin —

Die Ambrosia bekämpfen

Da die Ambrosia zu den stärksten Allergie-Auslösern gehört, muss man bei der Entfernung der Pflanze besonders vorsichtig sein. In diesem Fall sind nicht nur Allergiker gefährdet, denn jeder Mensch kann schnell eine Ambrosia-Allergie auf diese Pollen entwickeln. Das Allergiepotenzial ist um ein vielfaches höher als bei normalen Gräsern.

Auch wenn das Unkraut recht unscheinbar wirkt, sollte man die davon ausgehenden Gefahren nicht unterschätzen, und es so rasch wie möglich beseitigen.

Selbst wenn sich das Gewächs nicht auf dem eigenen Grundstück befindet, sondern auf öffentlichem Grund neben dem eigenen Grundstück, sollte man das Kraut entfernen. Ansonsten werden sich die Samen nach der Blüte schnell verbreiten und mit hoher Wahrscheinlichkeit den eigenen Garten erreichen.

Leider ist der Kampf gegen die Ambrosia nicht leicht.

Die Samen sind extrem langlebig, können über 1000 km weit durch den Wind getragen werden und schaffen es auch, Flüsse, Städte und andere Hindernisse zu überqueren.

Die Pflanze selbst ist ebenfalls sehr resistent. Nach dem Beschneiden sprießt sie häufig wieder aus und gegen Unkrautvernichtungsmittel wird sie nach mehrmaliger Anwendung  sogar resistent.

Aus diesem Grund empfehlen wir, das Mittel nach 1-2 Anwendungen zu wechseln.

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Sicherheitshinweise:

Max. 1 Anwendung in der Kultur je Jahr. Wirkstoff: MCPA, Dicamba,2,4-D, Mecoprop-P, Zulassungsnummer: 005747-66
Pflanzenschutzmittel vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformation lesen.

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Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt die Gebrauchsanleitung einhalten
Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.
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Tipp: Achten Sie darauf, dass die Wirkstoffe andere sind, ansonsten bringt der Wechsel eines Mittels nicht viel.

 

 

So wird die Ambrosia sicher entfernt

Ambrosia wird am besten zwischen den Monaten Mai und Juli vernichtet, idealerweise noch vor der Blütezeit. Kleinere Exemplare lassen sich ganz leicht von Hand entfernen, beim Herausreißen muss aber unbedingt die Wurzel mit heraus gezogen werden. Sollte man bereits allergisch auf Beifuß sein, so darf man sich den Pflanzen auf keinen Fall nähern.

Es ist unabdingbar dass beim Umgang mit Ambrosia immer Handschuhe getragen werden, die Pflanze darf auf keinen Fall die Haut berühren. Wenn die Pflanzen blühen, sind auch zusätzlich noch ein Mundschutz und eine Schutzbrille notwendig. Ansonsten drohen Kontaktallergien und beim Einatmen der Pollen kann bei einem Allergiker sogar ein anaphylaktischer Schock entstehen.

Die herausgerissenen Pflanzen werden in einen Müllsack verpackt und über den Restmüll entsorgt. Nach der Arbeit muss man sich sorgfältig abduschen. In den betroffenen Gebieten sollte man regelmäßige Kontrollen durchführen, so dass man junge Pflanzen frühzeitig ausmerzen kann.

Schutzmaßnahmen gegen Ambrosia-Pollen

Bei starkem Wind können sich die Pollen der Pflanze sehr stark verbreiten und auch in Innenräume gelangen. Dort bleiben sie dann meistens auf Polstermöbeln, Teppichen und Bettzeug haften. Um dies zu verhindern, macht das Anbringen von Pollenschutzgitter- oder Vlies an den Türen und Fenstern Sinn. Durch die regelmäßige Verwendung des Staubsaugers kann die Belastung in den Wohnräumen vermindert werden. In diesem Fall ist es aber wichtig, dass man auch ein spezielles Gerät für Allergiker besitzt.

Abends sollte man die tagsüber getragene Kleidung gleich waschen, damit keine Verbreitung der Pollen in der Wohnung möglich ist. Vor dem Schlafengehen sollte man darüber hinaus gründlich duschen und am besten gleich die Haare mit waschen. Wenn man zu Allergien neigt, sollte man auch über das Aufstellen eines Luftreinigers im Schlafzimmer nachdenken.

Die Behandlung der Ambrosia Allergie

Wenn eine Allergie gegen Ambrosia nachgewiesen wurde, gibt es grundsätzlich drei Möglichkeiten zur Behandlung.

Allergenkarenz ist nur bedingt möglich

Eine absolute Allergenkarenz, also ein Meiden der Pollen, ist bei der Ambrosia leider nicht möglich. Das liegt daran, dass die Polen durch die Luft fliegen und sich über weite Gebiete verteilen können. Man hat lediglich die Chance, die Pollenmenge zu minimieren, indem man im Auto einen Pollenfilter installiert und an den Fenstern ein Pollenvlies anbringt. Wenn die Pollenbelastung im August und September am höchsten ist, sollte man sich so wenig wie möglich im Freien aufhalten. Nach Outdoor-Aktivitäten unbedingt Kleidung ausziehen und waschen sowie gründlich duschen. Allergiker sollten in dieser Zeit die Urlaubsziele meiden, in denen die Pollenkonzentration besonders hoch ist, wie zum Beispiel Kroatien, Südfrankreich, Ungarn und Norditalien.

Medikamentöse Therapie der Symptome

Die Symptome der Ambrosia-Allergie lassen sich mit diversen Medikamenten behandeln, um den Alltag erträglicher zu machen. Antihistaminika hemmen die Ausschüttung von Histamin, auch so genannte Mastzellstabilisatoren können zu diesem Zweck verordnet werden. Für die Nase stehen abschwellende Nasensprays oder solche mit einem leichten Kortison zur Verfügung. Falls man unter juckenden und tränenden Augen leiden, kann man sich in der Apotheke antiallergische Augentropfen besorgen. Patienten, die mit Asthma zu tun haben, werden von Kortison-Sprays oder speziellen Antiasthmatika profitieren.

Hyposensibilisierung als letzte Lösung

Ein Allergenkontakt lässt sich also nicht vollkommen vermeiden, und eine medikamentöse Behandlung muss nicht unbedingt Erfolg versprechen. In diesem Fall kann man nach Rücksprache mit dem Arzt eine Hyposensibilisierung in Erwägung ziehen. Bei dieser besonderen Immuntherapie wird nach und nach das überschießende Immunsystem reguliert, indem eine Gewöhnung an das Allergen stattfindet. Mit Hilfe dieser Therapie können also nicht nur die Symptome gelindert, sondern das Immunsystem langfristig umprogrammiert werden. Bei dieser Behandlung ist allerdings Geduld gefragt, denn der Extrakt muss bis zu drei Jahre gespritzt oder in Form von Tabletten/Tropfen eingenommen werden.

Ausblick

Es hat den Anschein, als ob die Ambrosia Allergie in den nächsten Jahrzehnten in Mitteleuropa weiter zunehmen wird. Die Pflanze wandert Richtung Norden, was ihr der Klimawandel erleichtert.

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