Ratten bekämpfen - Wanderratte, Wasserratte
Wanderratte – Rattus norvegicus | depositphotos @ mikelane45

Von jeher wollen die Menschen Ratten bekämpfen, denn die meisten Menschen fürchten die kleinen Nager. Bereits im Mittelalter hatten sie den Ruf, Krankheiten wie zum Beispiel die Pest, Fleckfieber oder Tuberkulose zu übertragen. Nicht nur aus diesen Gründen sind Ratten auch in unserer heutigen Zeit nicht in der Nähe des Menschen erwünscht.

Viele Menschen haben eine natürliche Abneigung gegen Ratten und verbinden mit diesen Tieren Ekel und Schmutz. Dazu hat bestimmt jeder schon Schauergeschichten über Ratten gehört, sodass sich auch eine gewisse Furcht gegen die Tiere breit gemacht hat.

In diesem Artikel wollen wir aufklären, wie man Ratten im Haus oder Garten wieder loswird.

Wissenswertes über Ratten

Ratten bekämpfen bedeutet, dass man ein wenig Hintergrundwissen über die kleinen Säugetiere haben muss. Ansonsten geht die Rattenbekämpfung meistens gründlich daneben. Oder wussten Sie, dass sich Ratten schnell anfallen gewöhnen und diesen aus dem Weg gehen?

Welche Ratten gibt es in Deutschland?

In Deutschland gibt es eigentlich nur zwei Rattenarten, die wirklich eine Rolle spielen. Zum einen ist dies die Wanderratte, auch als Wasserratte oder Kanalratte bezeichnet. Die andere Rattenart ist die sogenannte Hausratte, die oft auch Dachratte oder Schiffsratte genannt wird. Diese Ratte darf übrigens in Deutschland nicht getötet werden da sie auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten steht.

Sofern Sie sich für das Aussehen beider Rattenarten interessieren, lesen Sie doch bitte unseren kurzen Artikel „Ratten unterscheiden“.

Wie leben Wanderratten?

Die meisten Leute glauben, dass Ratten sich gerne in der Nähe des Menschen ansiedeln. Dies ist nur bedingt richtig, leben doch Wanderer raten auch außerhalb menschlicher Siedlungen. Die Nähe von Gewässern wird bevorzugt und, obwohl sie als Allesfresser gelten und auch vor Tieren nicht Halt machen, sind die vornehmlich in Nahrungsbestandteile Pflanzen und Pflanzenteile.

Aufgrund der Vorliebe für Wasser finden sich Wanderratten jedoch auch häufig im städtischen Abwassersystem. Hier sind die Lebensbedingungen ideal. Die Abwassersysteme werden nur selten von Menschen aufgesucht, es ist überall Wasser vorhanden und die Wege zu einem großen Nahrungsangebot sind kurz. Insbesondere des Nachts, aber auch abends und in der Morgendämmerung verlassen die Ratten die Kanalisation und bedienen sich an den Abfällen unserer Zivilisation.

Welche Krankheiten können Ratten übertragen?

Zunächst einmal sei angemerkt, dass nicht nur die Ratten selbst, sondern auch von Ihnen eingeschleppte Parasiten, wie zum Beispiel der Rattenfloh, für viele Krankheiten verantwortlich sind. So war zum Beispiel der Rattenfloh einer der Hauptüberträger der Pest, die bekanntermaßen alleine im Mittelalter geschätzte 50 Millionen Tote verursacht hat.

Ratten haben jedoch schon immer auch viele andere Krankheiten übertragen. Auch heute noch überträgt insbesondere die Wanderratte mit ihren Parasiten Krankheiten wie zum Beispiel die Tollwut, Tuberkulose, Gelbsucht, Fleckfieber die Amöbenruhr und viele andere Krankheiten.

Welche Schäden können Ratten anrichten?

Ratten sind Allesfresser und fressen daher auch menschliche Lebensmittel, Tierfutter und Speisereste. Dabei verunreinigen sie diese, unter anderem durch ihre Ausscheidungen (Kot) und Keimen.

Da die Ratten überall dran knabbern und viele Dinge angefressen, entstehen häufig Schäden an den Möbeln, aber auch außen am Haus an der Fassade und Dämmung.

Gefährlich sind Ratten auch: Leider machen sie auch vor Kabeln nicht Halt und fressen Elektroleitungen an. Neben einem Stromausfall können auch Kurzschlüsse und Brände entstehen.

Letztlich sind die Hinterlassenschaften (Verunreinigungen und Kot) der Nager ebenfalls unhygienisch, teilweise krankheitserregend und auch besonders ärgerlich, denn niemand entfernt gerne den Kot von Ratten.

Ratten sind intelligent

Ratten sind äußerst intelligent und lernfähig. Sie leben dank eines starken Sozialverhaltens in kleinen Rudeln/Familien. Diese können durchaus 100 Tiere und mehr betragen. Ratten bilden eine Hierarchie die in verschiedene Ränge unterteilt ist. Jeder Ratte wird durch die anderen ein Rang zugewiesen.

Bedingt durch ihre Intelligenz und Lernfähigkeit können Ratten bestimmte Fallen nach einer Zeit erkennen. Sie lernen die Wirkung der Falle verstehen und meiden diese. Selbst die Wirkung von schnell wirkenden Giften wird mit der Zeit erkannt und sie verstehen, dass der angebotene Köder schlecht ist. In Folge werden diese Köder bereits nach kurzer Zeit gemieden.

Ratten bekämpfen – einfache Möglichkeiten:

Rattengift gegen Ratten

Wie bereits zuvor ausgeführt ist Gift gegen Ratten zwar wirksam, aber Ratten lernen bei schnell wirkenden Mitteln, dass diese für sie nicht gut sind. Daher sollte man Gifte nehmen, die erst später wirken (zum Beispiel Blutverdünnung). Mit solchen Giften kann die Ratte keinen Zusammenhang zu dem Köder herstellen und es ist eine langfristige Anwendung mit guten Erfolgen möglich.

Lebendfallen gegen Ratten

Lebendfallen eignen sich in der Regel nur für einzelne Ratten. Die gefangenen Ratten können Sie dann in der freien Natur aussetzen, allerdings weit entfernt und nicht zu nah an ihrem Haus, denn sonst kommen sie wieder. Daher ergibt sich auch ganz schnell das Problem bei Lebendfallen: Sie müssen jedes der Tiere abtransportieren und anderweitig aussetzen, was sich eigentlich nur mit Fahrzeugen bewerkstelligen lässt. Das wird schnell äußerst aufwendig.

Dazu kommt, dass sich die Ratten auch an Lebendfalle gewöhnen. Sie erkennen die Gefahr und meiden die Falle. Hier hilft es zumindest etwas, die Falle regelmäßig an andere Plätze aufzustellen und vor allem den Köder regelmäßig zu wechseln. So dauert es etwas länger, bis die Ratten die entsprechende Gefahr, die durch die Falle ausgeht, als gefährlich erkennen.

Ratten bekämpfen mit Schlagfallen

Schlagfallen sind für kleine Rattenpopulationen und Einzeltiere geeignet. Sie sollten die Fallen regelmäßig überprüfen und tote Tiere sofort entfernen, damit die anderen Ratten diese nach Möglichkeit nicht sehen. Ansonsten lernt die Rate recht schnell, dass die Falle nicht gut für sie ist. Aus genau diesem Grund gilt auch hier: wechseln Sie den Standort der Falle und auch die angebotene Köder häufig.

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Zuletzt aktualisiert am 17.01.2018
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