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Milben sind hierzulande nicht ganz so verbreitet wie Zecken und Flöhe, dennoch zählen die kleinen Biester zu den Parasiten, die bei Katzen am häufigsten vorkommen. Die Lebensbedingungen auf dem Wirtstier lassen natürlich auch kaum Wünsche offen. Milben bevorzugen eine feuchtwarme Umgebung – genau das bietet das Katzenfell. Optimal für die kleinen Schädlinge, doch äußerst lästig für unsere Schmusetiger. Da wir Menschen mit derartig guten Lebensbedingungen nicht dienen können, sind wir für die Milben eher uninteressant. Hingegen dazu ziehen die Samtpfoten gleich mehrere dieser Quälgeister an.

Katze mit Milben kratzt sich
Egal ob Grasmilbe oder Krätzmilbe – das Jucken ist fürchterlich – Foto: loriklaszlo / depositphotos.com

 

Folgende Milbenarten sind bei den Katzen vorzufinden:

  • Die Ohrmilben
  • Die Grasmilben
  • Die Demodex Milben
  • Die Räudemilben
  • Die Raubmilben

Nachfolgend möchten wir ein wenig näher auf die einzelnen Arten von Milben eingehen. Dabei klären wir Sie darüber auf, wie die Übertragung auf die Katzen erfolgt.

Ohrmilben bei Katzen

Die Ohrmilbe ist die am häufigsten bei Katzen vorkommende Milbenart. Sie befallen, wie der Name bereits verrät überwiegend die Ohrmuschel und den Gehörgang. Im Vergleich zu anderen Milbenarten sind diese Parasiten besonders robust und kommen das ganze Jahr über vor. Die Übertragung erfolgt von Wirt zu Wirt. Teilweise dient auch der Mensch als Überträger. Zudem schütteln befallene Tiere häufig ihren Kopf, dadurch können die Schädlinge auf andere Tiere überfliegen.

Grasmilben

Die Grasmilbe wird gerne auch als Heu-, Herbst- oder Erntemilbe bezeichnet. In Europa kommt sie ausschließlich zwischen Juli und Oktober vor. Die Milben verfügen über einen orange-roten Körper und sind ca. 0,5 mm groß. Diese Art von Milben bevorzugt ein Leben auf dem Erdboden. Möchten sie einen potenziellen Wirt befallen, so klettern sie häufig auf hohe Grashalme. Von dort aus gelangen sie spielend einfach auf den jeweiligen Wirt. Besonders gefährdet sind daher freilaufende oder streunende Katzen.

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Demodex Milben

Die Demodex Milbe wird auch als Haarbalgmilbe bezeichnet. Sie kommt bei Katzen eher selten vor. Diese Parasiten verfügen über einen länglichen und kegelförmigen Körper. Zudem besitzen sie recht kurze Beine, welche vorne am Körper sitzen. Die Übertragung dieser Milbenart erfolgt durch direkten und engen Körperkontakt. Die Milben sitzen überwiegend in der Haut oder in den Haarfolikeln. Dort verursachen sie zumeist nur lokale Hautveränderungen. Juckreiz bleibt in der Regel aus.

Räudemilben

Räudemilben werden ebenso von Wirt zu Wirt übertragen. Hier muss jedoch kein enger Körperkontakt stattfinden, denn der gemeinsame Aufenthalt am gleichen Ort reicht für eine Ansteckung schon aus. Ohne einen geeigneten Wirt überlebt diese Milbenart allerdings nur wenige Tage. Die Räudemilben sind in Europa eher weniger verbreitet. Bei einem eventuellen Befallen bevorzugen sie allerdings zumeist ältere oder geschwächte Tiere.

Raubmilben

Die Raubmilben besitzen einen sechseckigen Körper und sind rund 0,2 bis 0,5 mm groß. Leider kann diese Milbenart auch ohne ihren Wirt einen längeren Zeitraum überleben. Die Übertragung erfolgt wie immer von Tier zu Tier.

Wie kann ich meine Katze vor Milben schützen?

Der Milbenschutz kann sowohl durch entsprechende Hausmittel als auch durch andere Präparate erfolgen. Wer ein befallenes Tier gestreichelt hat, sollte sich im Anschluss ausreichend die Hände waschen sowie desinfizieren. Nur so kann die Übertragung auf eine gesunde Samtpfote verhindert werden.

Typische Symptome – Milben bei Katzen erkennen

Die Symptome bei einem Milbenbefall können je nach Art der Milben variieren. Nahezu alle Milbenarten lösen einen starken Juckreiz aus. Dieser entsteht sowohl durch die Milben als auch durch den Kot und den Speichel der Parasiten. Das Durchbohren der Haut und das Ablegen der Eier verursacht heftige Hautreizungen. Durch das vermehrte Kratzen bilden sich auf dem Katzenfell blutige Verkrustungen. Ebenso typisch für den Befall von Milben ist das intensive Saubermachen. Katzen putzen sich dann so intensiv, dass bereits kahle Stelle auf dem Fell sichtbar sind.

Haben Milben die Ohren des Tieres befallen, so äußerst sich dies durch heftige Kratzvorgänge an den Ohren. In diesem Fall halten Katzen die Ohren und den Kopf schräg. Häufig wird dieser dabei kräftig geschüttelt.

Effektive Mittel gegen Katzenmilben – die schnelle und wirksame Behandlung

Heutzutage gibt es zahlreiche Medikamente und Hausmittel zur effektiven Milbenbehandlung. So können Sie beispielsweise zu Kokosöl greifen, denn dieses hat eine abschreckende Wirkung auf die Parasiten.

Vorsicht: Teebaumöl sollte keinesfalls angewandt werden, denn dieses ist für Katzen äußerst giftig.

Im Handel gibt es eine Vielzahl an unterschiedlichen Milbenmitteln. Hat die Samtpfote Milben im Ohr, so kommt das sogenannte Ohrmilbenöl von AniForte zum Einsatz. Ist das Kinn der Katze durch Milben befallen, so können Sie diese mit dem Milben Stop Spray von AniForte behandeln. Ebenso effektiv gegen Milben sind beispielsweise Milbenshampoos und Milbenpuder. Auch das sogenannte Milben Spot On von Bogadual kann gute Ergebnisse erzielen. All die erwähnten Milbenmittel können für Abhilfe sorgen, indem sie die Parasiten abtöten und den Juckreiz lindern.

Achtung: Bei einem Befall durch Milben muss nicht nur der jeweilige Wirt behandelt werden, sondern auch alle anderen im Haushalt lebenden Tiere. Nur so kann eine erneute Ansteckung verhindert werden.

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3 Tipps um Milben bei Katzen vorzubeugen

  1. Möchten Sie einem Milbenbefall vorbeugen, so sollten Sie das Fell Ihrer Katze regelmäßig ausbürsten und pflegen.
  2. Ebenso sollten Sie stets auf eine gute Hygiene im Haushalt achten. Milben die sich in Wohntextilien befinden können so effektiv entfernt werden.
  3. Zudem gibt es zahlreiche Präparaten, die vorbeugend wirken. Geben Sie Ihrer Katzen regelmäßig ein wenige davon und schon gehört das Risiko eines Milbenbefalls der Vergangenheit an.

Können Katzenmilben auf den Menschen übertragen werden?

Die meisten Milben haben kaum Interesse am Menschen, sie bevorzugen nämlich das warme und feuchte Fell der Katzen. Eine Ausnahme stellen die Gras- und Raubmilben dar, denn sie befallen hin und wieder auch Menschen. Hier kommt es ebenfalls zu unangenehmen Hautreaktionen und Juckreiz. Gut zu wissen ist, dass sich diese Milben auf dem Menschen nicht vermehren können. Daher reicht das Behandeln der Samtpfote und der Wohnumgebung völlig aus. Die Symptome verschwinden beim Menschen innerhalb kürzester Zeit von ganz alleine.

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