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Spinnmilben sind von Gartenbesitzern, aber auch Blumenfreunden gefürchtet, da die Milbe oft die ganze Pflanze zerstört. Wir erklären in unserem Artikel was zu beachten ist.

Spinnmilben, Spinnenmilben
Spinnmilben beim Abseilen von einer Pflanze – © depositphotos.com @ frankho

Spinnmilben bei Palmen und anderen Pflanzen

Milben gehören zu den häufigsten Schädlingen an Pflanzen. Insbesondere die Spinnmilben, gerne auch fälschlicherweise Spinnenmilben genannt, sind nicht nur besonders schädlich für die Pflanze, sondern treten auch häufig auf. Im Gegensatz zu den Gallmilben, die die Pflanze nicht schädigen, muss man also gegen Spinnmilben unbedingt vorgehen, damit die Pflanze keinen größeren Schaden nimmt.

Während Gallmilben aller höchstens 0,2 mm groß werden, werden Spinnmilben hingegen bis zu 1 mm groß. Die Milben spinnen die befallene Pflanze ein, woher der Name rührt. Dass alle Milben so genannter Spinnentierchen sind und eng mit echten Spinnen verwandt, könnte die Ursache sein, warum die Milben häufig Spinnenmilbe genannt wird. Möglicherweise liegt aber auch nur Unkenntnis vor.

Wie erkennt man Spinnmilben?

Das kleine Krabbeltier hält sich meist auf den Unterseiten der Blätter einer Pflanze oder Palme auf. Die Milbe verfügt über ein Mundwerkzeug, in Form von Stechborsten. Diese dringen in das Gewebe der Pflanze ein und saugen die Pflanze, also den mit Zucker angereicherten Saft, heraus. Zunächst erkennt man dem Befall mit Spinnmilben daher an hellen Flecken auf den Oberseiten der Blätter und Palmwedel. In den Zellen, die ausgesaugt wurden, sammelt sich Luft, welche die helle Farbe verursacht. Die kleinen hellen Flecken vergrößern sich im Laufe der Zeit und mit zunehmendem Befall fließen diese Flächen zu einer großen Fläche zusammen.

Aufgrund der vorliegenden Verletzungen der Wedel und Blätter findet eine stärkere Verdunstung statt. Die Wedel und Blätter trocknen aus, vergilben und fallen oftmals vorzeitig ab.

Die Pflanze wird also praktisch ausgesaugt. Nicht nur das Wachstum gerät ins Stocken, im schlimmsten Fall vertrocknet die ganze Pflanze.

Bei einem starken Befall durch Spinnmilben sind diese sofort an den weißen Gespinsten unter den Blättern und Trieben zu erkennen. Hier sieht man die deutliche Verwandtschaft zu den Spinnen. Diese Gespinste, die den kleinen Krabblern als Schutz dienen, werden allerdings nur von der „Gemeinen Spinnmilbe“ und nicht von der Obstbaumspinnmilbe gebildet.

Schnelle Vermehrung

Die Spinnmilbe vermehrt sich rasend schnell. Mit Ende des Frühjahres, also Ende April und im Mai, werden an der Unterseite der Blätter Eier von gelblicher oder rötlicher Farbe abgelegt. Hieraus schlüpfen später die Larven der Milbe. Bei hoher Temperatur und niedriger Luftfeuchtigkeit gedeihen die Milben am besten. Unter optimalen Bedingungen kann in weniger als 14 Tagen eine neue Generation an Milben entstehen. 8-9 Generationen in einem Jahr sind bei klimatisch passenden Bedingungen kein Problem. Bedenkt man nun, dass weibliche Spinnmilben bis zu 120 Eier legen können, so ist klar, woher die oft riesigen Mengen bei einem Milbenbefall her kommen.

Beim Überwintern muss man zwischen den Gemeinen Spinnmilben und der Obstbaumspinnmilbe unterscheiden. Während die erstere Gruppe im Winter durchaus auf den Pflanzen überwintern kann oder sich in Erdlöchern oder unter Rinden einen Schutzplatz sucht, so legt die Obstbaumspinnmilbe ihre Eier im Herbst auf den betroffenen Trieben ab. Diese Gelege überdauern den Winter. Man erkennt sie oft schon von weitem an dem roten Schimmer, der durch die Farbe der Eier herrührt.

Spinnmilben bekämpfen

Ist ein Befall durch Spinnmilben gesichert, so ist es wichtig, so früh wie möglich die kleinen Tierchen zu bekämpfen. Nur so lässt sich eine starke Vermehrung verhindern.

Zur Untersuchung der Pflanze eignet sich eine Lupe. Insbesondere die Obstbaummilbe ist mit ihren 0,2 mm nämlich mit dem bloßen Auge sehr schwer zu erkennen. Gespinste an den Pflanzen lassen sich übrigens besser erkennen, wenn man diese mit etwas Wasser besprüht. Eine Spritzpistole, die nur einen dünnen Nebel versprüht, eignet sich hierfür besonders gut.

Leichter Befall – Pflanzen abbrausen

Bei einem leichten Milbenbefall im Haus oder der Wohnung ist nicht unbedingt eine große Maßnahme nötig. Versuchen Sie es ruhig zuerst mit einem Abbrausen der Pflanze. Hierzu stellen Sie die Pflanze in die Wanne oder Duschtasse und stellen den Strahl der Brause auf einen scharfen Strahl. Dann brausen Sie vor allem die Unterseite der Pflanze ab. Diese Maßnahme sollten Sie alle paar Tage wiederholen, bis Sie sicher sind, dass keine Milben mehr da sind.

Befallene Blätter entfernen und Umtopfen

Weiterhin hat sich das rigorose Entfernen befallener Blätter ebenso bewährt. Gleichzeitig sollte die Pflanze in neue Erde umgetopft werden, weil sich immer auch einige Milben in der Erde verstecken.

Tipp: die Erde, die vom um Tropfen übrig bleibt, sollte keinesfalls auf den Komposthaufen. Die Milben wären ruckzuck wieder im Garten. Entsorgen Sie die Pflanzenerde besser über den Hausmüll.

Biologische Bekämpfung der Spinnmilben

Zur Bekämpfung des Milbenbefalls im Garten ist es besonders empfehlenswert, natürliche Feinde der Milben einzusetzen. So genannte Raubmilben kann man bequem im Handel bestellen. Diese fressen nicht nur die Eier der Spinnmilbe, sondern auch Larven und sogar die erwachsenen Milben. Raubmilben sind daher grundsätzlich ein besonders zuverlässiges Mittel gegen Spinnmilben, allerdings muss das Klima (optimal: Luftfeuchtigkeit ca. 75 %, Temperatur ca. 25 °C) in etwa stimmen. Raubmilben sind daher besonders für den Einsatz in Gewächshäusern geeignet. Darüber hinaus ist sogar der Einsatz von Raubmilben vorbeugend gegen eine Milbenplage sinnvoll.

Chemische Mittel

Chemische Mittel, so genannter Insektizide, bzw. Pflanzenschutzmittel, sollten nur als letzte Maßnahme angewandt werden. Häufig werden Nervengifte verwendet, die insbesondere für Kinder, Haustiere und chronisch Kranke nicht gesund sind.

Wir empfehlen daher gegen Spinnmilben nur Mittel ohne Chemie:

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