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Zu den schlimmsten Feindes eines jeden Hobbygärtners zählt die Wühlmaus, welche auch als Schermaus bekannt ist. Gartenbesitzer haben es immer mal wieder mit verschiedenen Schädlingen zu tun, die sich an den Pflanzen und Früchten zu schaffen machen und manchmal sogar eine ganze Ernte vernichten.  Aber fühlen sich Wühlmäuse im Garten erst einmal heimisch, wird man sie nicht ganz so leicht wieder los.

Wühlmaus buddelt
Eine Wühlmaus – © depositphotos.com @ tog

Die Tiere sind sehr eifrig am wühlen und graben nicht nur den Garten, sondern teilweise auch Rasenflächen um. Innerhalb kurzer Zeit haben sie unter dem Grundstück ein ausgedehntes Gangsystem gebuddelt. Im Garten vergreifen sie sich am Gemüse, nagen aber auch mit Vorliebe Tulpenzwiebeln, Wurzeln und zarte Rinde an Bäumen und Sträuchern an. Wühlmäuse haben keine Hemmungen, und begeben sich teilweise sogar auf die Terrasse. Ein großes Problem ist die rasante Vermehrung, so dass man es schnell mit einer größeren Population zu tun hat.

Das Aussehen der Wühlmaus

Die Wühlmaus erreicht eine Körpergröße zwischen 12 und 22 Zentimetern. Je nach Geschlecht und Größe des Tieres wiegt es zwischen 60 und 150 Gramm. Das Fell der Mäuse ist sehr weich und kommt in unterschiedlichen Farben vor. Die meisten Nager dieser Gattung sind grau, es gibt aber aber sandfarbene und dunkelbraune Exemplare vor. Die Bauchseite ist bei allen Wühlmäusen aber immer etwas heller als die restliche Behaarung. Auffallend ist bei dieser Spezies der stumpfe Kopf, die kleinen Ohren sind fast komplett im Fell versteckt. Der dezent geringelte Schwanz der Wühlmaus ist kurz behaart und entspricht in etwa der halben Körperlänge. Wühlmäuse können ein Alter von drei bis vier Jahren erreichen.

Die Lebensweise der Wühlmaus

Die Wühlmaus zählt zur Familie der Nager und lebt als Einsiedler in unterirdischen Gängen. Am Abend und in der Nacht kommt die Maus aus ihrem Bau und sich von Früchten, Gras und Kräutern zu ernähren. Junge Wühlmäuse verlassen den Bau manchmal auch am Tag und halten sich dann im dichten Gestrüpp oder hohen Gras auf. Am liebsten halten sich die Nagetiere an Böschungen und in der Nähe von Wassergräben auf. Dort finden sie genug Möglichkeiten zur Deckung, zum Beispiel in Form von Sträuchern und hohen Gräsern.

Von März bis in den September hinein ist die Paarungszeit der Wühlmäuse, die Begattungen spielen sich immer außerhalb der Gangsysteme ab. Die Tragezeit beträgt drei Wochen, dann erblicken zwei bis sechs Jungtiere das Licht der Welt. Insgesamt bringt es ein Weibchen jährlich auf drei oder vier Würfe, so dass dies eine Gesamtzahl von 20 jungen Wühlmäusen pro Jahr ergibt. Die Jungtiere, die im Frühjahr geboren wurden, können sich im darauf folgenden Herbst schon selbst fortpflanzen.

Schon nach rund 14 Tagen kommt der Nachwuchs aus dem Bau und mach sich selbst an die Erstellung eigener Gangsysteme. Um ungestört buddeln zu können, suchen sie sich besonders geschützte Stellen dafür aus. Bei feuchter Witterung im Sommer können sich die Jungtiere viel schneller eingraben, als dies bei Trockenheit möglich ist. In sehr heißen Sommermonaten werden deshalb sehr viele der jungen Wühlmäuse von ihren natürlichen Feinden gefressen.

Die Gangsysteme der Mäuse sind unterschiedlich stark ausgedehnt. Teilweise ernähren sich die Tiere ja von den Wurzeln, die ins Röhrensystem hinein ragen. Da diese im Frühjahr stärker wachsen, reicht auch ein kleinerer Bau aus. Da die Nager im späten Herbst ihre Vorräte für den Winter anlegen, werden die Unterkünfte dann entsprechend erweitert. Gerade zu dieser Zeit sieht man auffallend viele Erdhaufen auf den Grundstücken. Der Großteil der Gänge verläuft nicht weit unterhalb der Oberfläche, nur die Vorratskammern, die Nester und ein Fluchtgang sind wesentlich tiefer gelegen.

Wühlmaus oder Maulwurf?

Zunächst einmal muss überprüft werden, mit welchem Tier man es überhaupt zu tun hat. Maulwürfe darf man im Gegensatz zu Wühlmäusen nicht fangen oder töten, denn sie unterliegen der Bundesartenschutzverordnung, sie dürfen deshalb nur vertrieben werden. Den Erdhaufen einer Wühlmaus erkennt man daran, dass sich unterhalb des Haufens das Loch nicht mittig befindet, sondern leicht seitlich versetzt. Normalerweise erreicht der Haufen auch nicht die Höhe eines Maulwurfhügels.

Darüber hinaus findet man im Erdreich Pflanzenteile und Wurzeln. Wühlmäuse graben hoch-ovale Ausgänge mit einem Durchmesser von mindestens acht Zentimetern. Bei Maulwürfen sind die Ausgänge rund bis breit-oval und etwas kleiner. Sobald die Identifizierung abgeschlossen ist, kann man prüfen, ob es sich um einen bewohnten Gang handelt. An verschiedenen Stellen legt man ihn frei und wartet ab, ob er in den kommenden Stunden wieder von einem Tier verschlossen wird.

So kann man Wühlmäusen vorbeugen

Am besten ist es natürlich, wenn Wühlmäuse sich erst gar nicht in den heimischen Garten verirren oder die ersten wenigen Exemplare gleich ausgerottet werden. Die Wühlmaus hat einige natürliche Feinde, wie zum Beispiel Katzen, Greifvögel, Eulen, Marder, Füchse oder Wiesel. Gerade wenn man auf dem Land lebt, dann kann man sich das zunutze machen und diesen Tieren einen geeigneten Lebensraum bieten. Ein Steinhaufen ist zum Beispiel ein idealer Unterschlupf für Marder oder Wiesel.

Eulen und Greifvögel sitzen gerne auf Stangen, wenn sie nach Mäusen Ausschau halten. Am besten platziert man solche Sitzstangen rund 300 Meter vom Garten entfernt. Wenn man Brutkästen aufstellt, kann man womöglich Turmfalken anlocken. Grundsätzlich sollte man dafür sorgen, dass es auf dem Grundstück genügend Unterschlupfmöglichkeiten gibt, beispielsweise auch Hecken. Wer eine Katze als Haustier hat, der sollte ohnehin keine Probleme mit Wühlmäusen bekommen.

Neue Pflanzungen sollte man erst für den Frühling planen, so können Triebe und die junge Rinde den Tieren im Winter schon nicht als Nahrung dienen. Bevor man neue Pflanzen auf dem Grundstück platziert, sollte man das Fräsen der kompletten Fläche nicht vergessen, denn das stört die Tiere ganz gehörig und vertreibt sie im besten Fall. Idealerweise befinden sich die Wurzelballen der Pflanzen in Drahtkörben aus Maschendrahtzaun mit einer Maschenweite von höchstens 20 Millimetern.

Bekämpfung von Wühlmäusen im Garten

Wenn man einen Erdhaufen auf dem Grundstück entdeckt, so muss dies nicht unbedingt das Werk eines Maulwurfs sein, es könnte sich auch um Wühlmäuse handeln. Haben die sich erst einmal im Garten angesiedelt, kann daraus rasch eine Plage werden. Wühlmäuse sind Vegetarier, haben aber dennoch bestimmte Vorlieben wie Sellerie, die Wurzelrinde von Obstbäumen und Rosen, Möhren und Tulpenzwiebeln.

Der ideale Zeitpunkt für die Bekämpfung der Wühlmäuse

Selbstverständlich kann man Wühlmäuse zu jeder beliebigen Jahreszeit bekämpfen. Besser ist es jedoch, wenn man zwischen Herbst und Frühjahr etwas gegen die Nager unternimmt. Dies wird deshalb empfohlen, weil die Tiere auch in der kalten Jahreszeit aktiv sind, dann aber weniger Nahrung finden, weil das Angebot in den Gärten gering ist. In diesem Fall hat man gute Chancen, dass ausgelegte Köder von den Tieren problemlos angenommen werden.

Wühlmausfallen sind besonders effektiv

Wenn man sich an die Anwendungshinweise des jeweiligen Herstellers hält, dann hat man mit einer Wühlmausfalle eine sehr effektive Lösung für die Bekämpfung der Schädlinge. Grundsätzlich sollte man Kastenfallen den Vorzug geben, denn dort hinein verirren sich keine Maulwürfe, diese Variante ist somit dem Tierschutz zuträglich. Alternativen wären noch die Bayerische Wühlmausfalle, eine klassische Zangenfalle oder die spezielle SuperCat-Fall.

Beim Aufstellen der Fallen ist es wichtig, nach einer bestimmten Methode vorzugehen. Idealer Ausgangspunkt ist eine Ecke des Gartens, dort wird in jedem aktiven Gang mindestens eine Falle platziert. Die Fallen sollten dann mehrmals am Tag kontrolliert werden. Es werden an der gleichen Stelle immer wieder Fallen aufgestellt, bis keine Wühlmaus mehr gefangen wird. Handelt es sich um eine Wühlmaus-Plage, muss man bei einen Garten von rund 500 Quadratmetern mit etwa 20 Fallen rechnen.

Da Wühlmäuse extrem geruchsempfindlich sind, muss man sicherstellen, dass eine neue Falle nicht nach Mensch riecht. Sie sollten deshalb vor dem ersten Einsatz sorgfältig mit Erde abgerieben, und später nur noch mit alten Gartenhandschuhen angefasst werden. Falls man sich für eine Metall-Falle entschieden hat, wird diese zunächst mit einer unparfümierten Seife abgewaschen, denn häufig befindet sich eine dünne Ölschicht auf der Oberfläche.

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Welche Köder eignen sich für die Wühlmausfalle?

Nachdem die neue Falle entsprechend präpariert wurde, geht es an die Bestückung mit einem Köder. Am besten entscheidet man sich für Möhren oder Sellerie-Stücke, beides wird zuvor geschält. Nach der Platzierung des Köders spannt man die Falle und stellt sie von den freigelegten Gang, anschließend verschließt man diesen lichtdicht mit einem dunklen Eimer oder einem Brett.

Es ist theoretisch auch möglich, auf einen Köder komplett zu verzichten, dann sind die Chancen auf einen Fang jedoch deutlich geringer. Im Gegensatz zu anderen Modellen, haben Kastenfallen nur einen Eingang. Aus diesem Grund ist es ratsam pro Gang immer zwei Fallen zu verwenden, und diese nebeneinander aufzustellen, so dass die Eingänge voneinander abgewandt sind.

 

Chemische Mittel im Einsatz gegen Wühlmäuse

Natürlich kann man für die Vertreibung der Wühlmäuse auch chemische Präparate einsetzen. Empfehlen kann man diese Methode allerdings nur bedingt. Die Tiere müssen das Gift in ausreichender Menge zu sich nehmen, um daran zu verenden. Dies gelingt in der Regel nur im Herbst und im Winter, wenn die Mäuse nicht genügend andere Nahrung finden. In der kalten Jahreszeit kann man es also durchaus mal mit Giftweizen oder ähnlichem versuchen.

Eine andere Möglichkeit wäre Wühlmausgas, das auch dem Material Carbid entweicht. Diese Brocken legt man ins Erdreich, und durch die darin enthaltene Feuchtigkeit kommt es dann zur Freisetzung des Gases. Diese ist jedoch nicht tödlich für die Nager, der Geruch ist für sie nur unangenehm und vertreibt sie aus ihrem Revier.

Allerdings muss man berücksichtigen, dass der Effekt  bei sandigem Untergrund begrenzt ist. Das liegt daran, dass das Gas nicht im Gangsystem verbleibt, sondern durch Poren im Boden entweichen kann. Alternativ kann man dann Rauchmittel empfehlen, die umweltverträglich sind, weil sie auf der Basis von Rizinusöl hergestellt wurden.

Hausmittel gegen Wühlmäuse

Maus
Maus – mit freundlicher Genehmigung  – © Ulrich A. Maassen

Bevor man zur chemischen Keule oder Fallen greift, kann man zunächst einmal versuchen, die Nagetiere mit Hilfe von diversen Hausmitteln aus dem Garten zu vertreiben. Bevor man also eine Tötung der Tiere in Betracht zieht, sollte man es zunächst auf eine Vertreibung durch Gerüche anlegen. Bestimmte Aromen vertragen die feinen Näschen der Wühlmäuse überhaupt nicht.

So können Hunde- oder Menschenhaare, ein alter Fisch oder Knoblauchzehen in die Gänge gelegt werden. Doch es kann dann passieren, dass die Nager nicht abhauen, sondern nur ein Stück des Ganges mit Erde zu schieben. Eventuell hilft auch das Einbringen von saurer Buttermilch in das Röhrensystem, dies muss allerdings mindestens einmal wöchentlich erfolgen.

Viele Hobbygärtner schwören auch auf diverse Pflanzen, wie zum Beispiel die Rote Kaiserkrone, deren Zwiebel nach Wild riecht, die Gartengloxinie, die Narzisse oder die so genannte Wühlmauswolfsmilch. Auch wenn die Wühlmäuse nicht verschwinden sollten, so hat man doch ein paar schöne Pflanzen ausgebracht.

Wühlmäuse durch Geräusche vertreiben

Im Handel gibt es spezielle Geräte, die mit Hilfe von Ultraschallwellen arbeiten und die Tiere vom Grundstück vertreiben sollen. Die Anschaffung ist nicht gerade günstig und garantiert nicht unbedingt einen Erfolg. Da die Tiere ein sehr sensibles Gehör haben, kann man jedoch auch Lärm als Waffe einsetzen.

Leben Kinder im Haushalt, so kann man im Baumarkt Rohre aus Kunststoff besorgen und diese in die Erdhaufen stecken. Die Kinder dürfen dann immer mal wieder dort hinein schreien und finden sicher Gefallen daran. Man kann stattdessen aber auch eine Stange in dem Haufen platzieren und daran Metalldeckel oder ähnliches befestigen, die dann durch den Wind dagegen schlagen. Eine andere Möglichkeit wäre die Platzierung eines tickenden Wecker in einer Blechdose. Diese legt man dann in den Ausgang und wartet ab, dass die Schallwellen ihre Arbeit tun.

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