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Sommerzeit bedeutet für viele Menschen: Sonne, Strand und Dauerglut auf dem Grill. Eigentlich eine schöne Zeit, welche man auch bis in die warmen Sommernächte hinein, draußen verbringen kann. Wären da nicht die unliebsamen Krabbeltiere, welche schnell zur lästigen Plage werden können. Insektensprays können helfen. Welche es gibt und was es bei der Anwendung zu beachten gilt, erklären wir in diesem Ratgeber.
Insektenspray gegen Fliege eingesetzt
Insektenspray kann man gegen viele verschiedene Schädlinge und Insekten einsetzen – Foto: Denaturator / depositphotos.com

Für jeden Schädling das passende Abwehrmittel

So viele Insekten es gibt, so viele Mittelchen gibt es auch, um die unerwünschten Teilnehmer während der Grillparty loszuwerden. Zum Beispiel:

  • Anti-Ameisen-Spray
  • Anti-Bettwanzen-Spray
  • Anti-Insekten-Spray
  • Anti-Milben-Spray
  • Anti-Moskito-Spray
  • Anti-Motten-Spray
  • Anti-Silberfisch-Spray
  • Anti-Spinnen-Spray
  • Katzen-Abwehr-Spray
  • Marder-Abwehr-Spray
  • Wespen-Abwehr-Spray

Wie wirkt ein Anti-Mücken-Spray?

Sommerzeit bedeutet Mückenzeit. Ihre Stiche sind nicht nur lästig und unangenehm, sie können auch gefährlich werden. Das betrifft vor allem Länder, in denen die kleinen Blutsauger bestimmte Krankheiten wie zum Beispiel das Dengue-Fieber oder Malaria übertragen. Hier können Anti-Mücken-Sprays zur Präventivmaßnahme eingesetzt werden.

Viele Anti-Mücken-Sprays enthalten den Wirkstoff Diethyltoluamid (DEET). Eine Anwendung hält bis zu acht Stunden. Diese Präparate wurden speziell dafür entwickelt, Mücken fernzuhalten und werden auf Wasserbasis hergestellt. Die Flaschen sind meistens mit einem praktischen Sprühkopf ausgestattet, sodass sich die Substanz besonders ergiebig auftragen lässt. Da viele Sprays heute keine Treibgase mehr enthalten, können diese ohne Gefahren angewendet werden. Zudem gibt es auch zahlreiche Anti-Mücken-Sprays, die biologisch abbaubar, natürlich und umweltschonend sind.

Wie kann ich mich am besten vor Mücken schützen?

Hierzulande müssen wir uns vom Frühjahr bis in den Spätherbst mit den Plagegeistern konfrontieren. Geht es dann in den Urlaub, können die Mücken in subtropischen Gebieten sogar sehr gefährlich werden. Mücken haben einen sehr feinen Geruchssinn und finden immer ihr nächstes „Opfer“. Ihr Stechrüssel ist so spitz, dass die kleinen Vampire damit sogar durch Kleidungsstücke bohren können. Die Wirkung des Diethyltoluamid konnte in mehreren Studien belegt werden. Die Stechmücke kann den Geruch des DEET nicht ausstehen und hält sich deshalb von den benetzten Hautstellen fern. Die regelmäßige Anwendung des Sprays sollte daher nicht vernachlässigt werden. Spätestens nach acht Stunden heißt es dann: Mückenschutz auffrischen und neu eincremen.

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Welche Alternativen gibt es?

Neben einem wirksamen Anti-Mücken-Spray kann auch lange Kleidung dabei behilflich sein, Mückenstiche zu vermeiden. Insbesondere bei Waldspaziergängen bieten sich helle Kleidungsstücke an, damit die Blutsauger schnell erkannt und schnell verscheucht werden können. Wer sich länger im Garten aufhält, kann zusätzlich Anti-Mücken-Kerzen aufstellen. Und auch Pflanzen können unterstützend wirken, wenn es darum geht Mücken fernzuhalten. So soll zum Beispiel das Laub der Tomatenpflanze dafür sorgen, dass das lästige Getier einen Bogen um die Gartengesellschaft macht. Und diese ist nicht die einzige mückenfeindliche Pflanze. Auch folgende Gewächse zeigen ihre Wirkung im Kampf gegen die Quälgeister:

  • Zitronenmelisse
  • Rosmarin
  • Zitronengeranie
  • Katzenminze
  • Zitronengras
  • Minze
  • Lavendel

Wer auf Nummer sicher gehen will, verteilt in seinem Garten überall Basilikumtöpfe. Diese sollen ebenfalls sehr wirksam sein, wenn es darum geht, die kleinen Vampire aus der Wohlfühlzone zu verscheuchen.

Insektensprays im Haushalt

Viele Mittel gegen Insekten enthalten sogenannte Biozide. Diese Stoffe haben die Eigenschaft, gesundheitliche Risiken zu begünstigen. Die Sprays erweisen sich vor allem in Fugen und Ritzen als besonders gefährlich. Es handelt sich um Nervengifte, welche nach und nach an die Raumluft abgegeben werden. Deshalb ist es wichtig, dass die Nutzung von Insektensprays vorzugsweise vermieden wird. Das Umweltbundesamt (UBA) warnt davor, die Sprays dauerhaft im Haushalt anzuwenden, da die enthaltenen Biozide nicht nur für Menschen, sondern auch für Haustiere wie zum Beispiel Katzen gefährlich sein können. Doch das betrifft nicht nur Mücken, denn auch andere Schädlinge können einen Katzenhaushalt unsicher machen. Zum Beispiel:

  • Wespen
  • Motten
  • Ameisen etc.

Sind die Plagegeister erst einmal im Haushalt angekommen, heißt es: Ruhe bewahren. Viele auf dem Markt angebotene Insektenmittel können für die Stubentiger gefährlich sein. Das betrifft sogar die unscheinbar wirkenden Klebefallen, welche Stubenfliegen den Garaus machen sollen. Die vergifteten Fliegen können von Katzen gefressen werden, womit diese ebenfalls die insektenvernichtenden Gifte aufnehmen. Zu den Vergiftungssymptomen zählt beispielsweise der klassische Durchfall. Wer es ganz genau wissen will, sollte bei der Insektenabwehr im Katzenhaushalt einen Kammerjäger konsultieren, welcher Ratschläge geben kann.

Insektenschutzmittel im Katzenhaushalt

Chemische Mittel zur Insektenabwehr haben im Katzenhaushalt nichts zu suchen. Beim Sprühen setzen sich die enthaltenen Substanzen auf dem Boden ab. Läuft die Katze über die betroffenen Stellen und leckt sich hinterher die Pfoten, ist davon auszugehen, dass die Katze schädliche Stoffe aufnimmt. Wer Fliegen vergiftet muss damit rechnen, dass diese entweder auf der Fensterbank liegen bleiben oder auf den Boden fallen. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese von Katzen gefressen werden, ist sehr hoch. Dieses Risiko lässt sich vermeiden, indem ausschließlich natürliche Insektenschutzmittel verwendet werden.

Chemische Repellents können Amphibien töten

Auch für Amphiben können Insektenabwehrmittel gefährlich sein. Sofern die Präparate den Wirkstoff Icaridin aufweisen und dieser in Seen oder Flüsse gelangt, können junge Lurchlarven schwere Fehlbildungen davontragen und sogar sterben. Die tödliche Wirkung tritt bereits bei den aktuellen Konzentrationen auf, welche in deutschen Gewässern gemessen wurden. Bisher ist noch unklar, ob auch andere Amphibien davon betroffen sind.

Wie gelangen die Wirkstoffe in unsere Gewässer?

Beim Duschen oder Baden werden die Chemikalien von der Haut gespült, gelangen ins Abwasser und somit auch in unsere Gewässer. An Klärwerkseinleitungen wurden inzwischen schon mehr als 3.000 Nanogramm des schädlichen Icaridin pro Liter gemessen. Aus aktuellen Studien geht jedoch hervor, dass sowohl das Icaridin, als auch das DEET keine schädliche Wirkung auf Algen, Fische und Wasserflöhe haben.

Der richtige Mückenschutz für Babys und Kleinkinder

Das in Insektenschutzmitteln häufig verwendete Diethyltoluamid wird in puncto Kleinkinderschutz heiß diskutiert. Aus den meisten Quellen geht hervor, dass die Anwendung während der Schwangerschaft und in der Stillzeit vermieden werden sollte. Allerdings wurden auch Angaben gemacht, dass das DEET nicht bei Kindern unter acht Jahren angewendet werden sollte, da es in seltenen Fällen zur gefährlichen Gehirnhautentzündung kommen kann. Grundsätzlich kommt es auf die DEET-Konzentration im Präparat an. Dennoch sollte auf eine großflächige und vor allem mehrtägige Anwendung bei Kleinkindern verzichtet werden.

Kinder optimal vor Mücken schützen

Die sogenannten Ethyl-Butylacetylaminopropionate wirken deutlich kürzer als das Diethyltoluamid, wenn es um das Fernhalten von Insekten geht. Dafür ist der Wirkstoff aber auch weniger schädlich, wenn dieser über die Haut aufgenommen oder sogar verschluckt wird. Dieser eignet sich auch für die Abwehr von Bienen, Wespen und Sandmücken. Der Wirkstoff wird bereits seit mehr als 20 Jahren eingesetzt und bis dato wurden noch keine Nebenwirkungen publiziert. Die Ethyl-Butylacetylaminopropionate bieten sich in gemäßigten Breitengraden an und können bei Kleinkindern ab einem Jahr verwendet werden.

Auf Hausmittel zurückgreifen

Es gibt gesättigte Fettsäuren, welche für ihre insektenabwehrende Wirkung bekannt sind. Zum Beispiel in Form von Kokosfett oder Laurinsäure. Zwar ist die Wirkdauer verkürzt, jedoch haben sich diese Substanzen in Sachen Hautverträglichkeit bei Kindern gut bewährt. Laurinsäure ist zwar wirksam gegen Zecken, allerdings kann diese Substanz andere Insekten anlocken. Zum Beispiel:

  • Sandfliegen
  • Schaben
  • Anophelesmücke

In Risikogebieten nicht auf Chemikalien verzichten

Welches Insektenschutzmittel letztendlich verwendet wird, hängt davon ab, in welchen Gefilden man sich mit dem Nachwuchs aufhalten möchte. In Risikogebieten sollte man auf Hausmittel und nicht sehr wirksame Mittel verzichten und stattdessen chemische Repellents nutzen.

Hausmittel oder chemische Abwehrmittel beim Mückenschutz?

Zahlreiche Insektenschutzmittel werden mit Chemikalien angereichert, welche zwar eine effektive Wirkung erzielen, die Gesundheit von Kleinkindern, Haustieren oder in Gewässern lebenden Amphibien jedoch beeinträchtigen können. Als Alternative greifen natürliche Produkte, welche biologisch abbaubar sind, keine Treibgase enthalten und auf Wasserbasis hergestellt wurden. Damit wird die Symbiose aus Hautverträglichkeit und zuverlässigem Insektenschutz gewährleistet.

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