Tierabwehr.net

Maulwürfe loswerden

Maulwurf schaut aus seinem Loch
Ein süßer kleiner Maulwurf - © depositphotos.com @ tchara

Obwohl der Maulwurf niedlich anzusehen ist, wird er im Garten der meisten Gartenbesitzer überhaupt nicht gerne gesehen. Der ansehnliche Rasen wird durch große schwarze Maulwurfshügel verunstaltet, was natürlich überhaupt nicht erwünscht ist. In diesem Artikel zeigen wir Möglichkeiten auf, wie man den Maulwurf ohne großen Aufwand vertreiben kann.

Der Maulwurf steht unter Naturschutz

Im Gegensatz zu Ratten oder Mäusen, die man mit einer Lebendfalle fangen und umsetzen darf, bzw. mit Fallen, Ratten-oder Mäusegift sogar töten darf, steht der Maulwurf unter Naturschutz. Das bedeutet, man darf ihn nicht töten und auch nicht fangen, um ihn weit entfernt wieder auszusetzen. Da diese beiden Möglichkeiten, die eigentlich dem besten Erfolg versprechen würden, wegfallen, bleibt das Vertreiben des Maulwurfs als letzte legale Möglichkeit übrig.

Wie kann man den Maulwurf vertreiben?

Diese Frage lässt sich leicht beantworten, wenn man seinen „Feind“ kennt. Maulwürfe haben ein erstklassiges Gehör, sowie einen ebenfalls sehr guten Geruchssinn. Dafür sind sie annähernd blind, denn sie benötigen unter der Erde keine Sehkraft.

Hausmittel funktionieren nur unzureichend

Insbesondere im Internet findet man immer wieder diverse Tipps und Hausmittel, die angeblich gegen den Maulwurf helfen sollen. Tatsächlich sind die meisten Mittel unwirksam, nicht tierfreundlich oder extrem aufwendig. Auch wenn das Ausräuchern oder unter Wasser setzen der Gänge funktionieren mag, so ist es doch meist nur mit Durchhaltevermögen möglich, die Tiere endgültig loszuwerden.

Geräusche zunutze machen

Der Maulwurf lässt sich in der Regel durch Lärm vertreiben. Sein feines Gehör nimmt jedes Geräusch war und eine dauerhafte Lärmquelle zwingt ihn dazu, sich ein neues Refugium zu suchen. Im Fachhandel gibt es unter anderem spezielle Geräte, die Schallwellen in den Rasen hineinleiten. Mit einer Frequenz von 400-1000 Hz vertreibt dieses Gerät nicht nur Maulwürfe zuverlässig, sondern hilft auch gegen Wühl- und Spitzmäuse.

Wenn Sie die Investitionen in ein solches Gerät scheuen, können Sie auf kleineren Rasenflächen auch ein hübsches Windrad montieren. Sobald etwas Wind ist, dreht sich das Rad und diese Rotation überträgt Vibrationen in den Boden. Nach ein paar windigen Tagen wird der Maulwurf Reißaus nehmen. Der Nachteil ist, dass diese Vibrationen sich nur über kleine Flächen verteilen und man für einen größeren Rasen mehrere Windräder aufstellen müsste.

Maulwurf vertreiben durch ätherische Öle und andere Duftstoffe

Einen Maulwurf kann man durchaus mithilfe verschiedener Düfte vertreiben. Leider reagiert jeder Maulwurf auf einen bestimmten Duft anders und so kann es sein, dass der eine Maulwurf sich durch Citrus-Öl vertreiben lässt und der andere nicht. Deshalb sollte man nicht sofort aufgeben und verschiedene Düfte ausprobieren. Bewährt haben sich unter anderem Knoblauch, Essig, ein Gemisch aus Molke und Buttermilch, sowie Buttersäure.

Wer auf Nummer sicher gehen will, der kann mit speziellen Mitteln den Maulwurf vertreiben. Eines dieser Mittel zum Beispiel simuliert mithilfe seiner Inhaltsstoffe die Nähe eines Fuchses. Der Fuchs, als natürlicher Feind der Maulwürfe und Wühlmäuse, lässt die Tiere aus dem Garten auswandern. Dabei ist dieses biologische Mittel sehr schonend und verträglich. Es tötet die Tiere nicht und belastet auch nicht die Umwelt. Der Vorteil eines solchen Mittels liegt auf der Hand: die Investition ist überschaubar und der Erfolg praktisch garantiert.

Fazit

Maulwürfe aus dem eigenen Garten zu vertreiben kann sehr anstrengend und kostenintensiv sein. Es bietet sich an, gleich im Fachhandel ein gutes und wirksames Mittel und auf angebliche Hausmittel aus dem Internet zu verzichten.

Auch interessant: