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Eine passende Marderfalle kaufen

Steinmarder auf Moos
Ein Steinmarder beißt gerne in Autokabel - © depositphotos.com @ OndrejProsicky

Marder sind für viele Gartenbesitzer ein Ärgernis. Die Tiere neigen dazu, den Garten umzugraben, wodurch der schöne englische Rasen in Mitleidenschaft gezogen wird. Es ist verständlich, dass der Hausbesitzer den ungebetenen Gast gerne entfernen will. Das ist aber nicht so einfach, wie sich das viele vorstellen. Der Marder steht unter Naturschutz und darf auf keinen Fall getötet werden. Wer sich eine Marderfalle kaufen möchte, muss darauf achten, dass das Tier dabei nicht getötet wird. Der Marder muss dann an einer möglichst weit entfernten Stelle wieder ausgesetzt werden.

Die rechtlichen Rahmenbedingungen beachten

Genau genommen darf der Marder als geschütztes Tier in seinem Lebensraum nicht gestört und schon gar nicht getötet werden. Wer trotzdem das Tier fangen möchte, muss sich zuvor bei einem Jäger oder Förster melden. Normalerweise handelt es sich bei dem Tier um einen Steinmarder, der dem Jagdrecht unterliegt. Er darf also zu bestimmten Zeiten gejagt oder umgesiedelt werden. Die Schonzeit ist vom 1. März bis Mitte Oktober. Während dieser Zeit ist es nicht erlaubt, das Tier zu stören. Um auf der sicheren Seite zu sein, ist es sinnvoll, den Jäger beim Umsiedeln des Tieres, um Rat zu fragen.

So funktioniert eine Marderfalle

Bei der Falle muss es sich auf jeden Fall um eine Lebendfalle handeln. Diese ähnelt einem langgestreckten Käfig, der sich von einer oder von beiden Seiten öffnen lässt. Die Falle stellt der Wohnungsinhaber entlang eines Laufwegs auf. Da sich nicht absehen lässt, von welcher Richtung das Tier kommt, ist es besser, eine Falle mit zwei Öffnungen zu wählen. In der Mitte der Fall befindet sich ein Trittbrett. Berührt der Marder dieses, verschließen sich die Falltüren und der Marder ist gefangen. Die Marderfalle muss sehr stabil sein. Sie besteht in den meisten Fällen aus Draht. Die Stärke beträgt dabei mindestens zwei Millimeter. Es ist wichtig, dass die Falltüren gut einrasten und sich nicht nach oben schieben lassen. Sonst kann es sein, dass der Marder aus der Falle entkommt. Empfehlenswert ist eine Bissschutzplatte am Tragegriff. Damit verhindert der Besitzer Verletzungen der Hand.

Den passenden Köder für die Marderfalle

Ein Marder begibt sich nicht freiwillig in die Falle. Um ihn anzulocken ist ein schmackhafter Köder notwendig. Zwar fressen Marder grundsätzlich alles, doch auch sie haben bestimmte Lieblingsspeisen. Befinden sich diese in der Falle, ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Tier in die Falle tappt, größer. Optimal sind Obst, Eier oder Nüsse. Eine alternative stellen Lockstoffe dar, die es im Internet zu kaufen gibt. Diese halten länger als Lebensmittel. Sie sind in Form eines Gels erhältlich und wurden auf ihre Wirksamkeit getestet.

Den passenden Ort für die Marderfalle finden

Viele machen den Fehler, die Falle einfach irgendwo im Garten zu platzieren. Selbst wenn der Köder noch so verlockend duftet, verlässt der Marder ungern seine gewohnten Wege. Wenn der Hausbesitzer weiß, dass sich ein Marder im Garten aufhält, wird er auch seine Spuren erkennen. Diese liefern ihm Hinweise, wo sich das Tier gerne aufhält. Die Falle muss entlang eines bevorzugten Laufwegs aufgestellt werden. Wenn sich die Falle zu nahe am Unterschlupf befinden, kann es sein, dass der Marder nicht in die Falle gehen. Marder sind schlau und sehr misstrauisch. Optimal ist es, eine Spur zur Falle hinzulegen. Viele benutzen dazu Eigelb oder Honig, der mit etwas Wasser verdünnt ist.

Den Marder freilassen

Wer einen Marder in Einklang mit dem geltenden Tierschutzrecht fangen möchte, muss die Falle am Morgen und mindestens einmal im Laufe des Tages kontrollieren. Ein gefangener Marder ist verängstigt und kann sich leicht verletzten. Außerdem ist eine plötzliche Gefangenschaft ein starker Stress. Deshalb sollte das Tier möglichst kurz in der Falle sein.
Befindet sich ein Marder in der Falle, ist es wichtig, dass der Gartenbesitzer den Käfig mit einem Tuch bedeckt. Durch die Dunkelheit vermindert sich der Stress für das Tier ein wenig. Ein Marder besitzt einen guten Orientierungssinn. Wer ihn also nur in einem Waldgebiet auf der anderen Straßenseite aussetzt, muss damit rechnen, dass das Tier wieder zurückkommt. Jäger empfehlen den Marder mindesten 60 Kilometer weit entfernt auszusetzen. Optimal ist ein unbesiedeltes Gebiet, sonst nistet sich der Marder in einem anderen Garten ein. Diese Arbeit sollte man nicht allein erledigen, denn das Tier ist sehr gewandt und es kann leicht zu Verletzungen führen. Falls der Förster Zeit hat, ist es naheliegend, diesen mitzunehmen, denn er weiß, wie man dem Marder am besten behandelt.

Fazit

Ein Marder darf nicht getötet, sondern muss außerhalb der Schonzeit umgesiedelt werden. Im Handel gibt es passende Fallen und ein schmackhafter Köder findet sich in jedem Haushalt. Wer die Laufwege des Marders kennt, stellt die Falle am besten dort auf. Bald sitzt das Tier in der Falle und kann an einem weit entfernten Ort wieder ausgesiedelt werden. Um sich keines Vergehens schuldig zu machen, ist es sinnvoll, einen Förster um Rat und Hilfe zu bitten.

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