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Gefahr durch Zeckenbiss – Borreliose

Durch einen Zeckenbiss droht Borreliose
Zeckenbiss, bereits leicht entzündet - © depositphotos.com @ luna123

 

Borreliose und FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis). Das sind Begriffe, die bei einer Unterhaltung zum Thema Zeckenbiss oft fallen. Wir klären auf, worum es sich handelt.

Zecken sind in Deutschland auf dem Vormarsch und breiten sich immer mehr nach nach Norden hin aus. Früher besiedelten die blutsaugenden Spinnentiere fast ausschließlich Süddeutschland, doch die Klimaveränderungen mit den meist milden Wintern haben zu einer rasanten Verbreitung geführt. In Deutschland begegnet man meistens dem Holzbock, die Weibchen können so viel Blut aufnehmen, dass sie so groß wie eine Erbse werden.

Der Stich der Zecke

Viele sind immer noch der Annahme, dass Zecken sich von Bäumen auf ihre Opfer fallen lassen, das entspricht jedoch nicht der Realität. Viel mehr halten sich die Tierchen im Unterholz, auf Sträuchern und hohen Gräsern auf und werden dann bei Aufenthalten im Freien abgestreift. Sobald sie einen Wirt gefunden haben, verkriechen sie sich an schlecht erreichbare Körperstellen, wie zum Beispiel die Kniekehlen, den Genitalbereich oder die Achselhöhlen.

Eine Zecke benötigt unbedingt eine feuchte, gut durchblutete Stelle, an welcher die Haut möglichst dünn ist. Bei Kindern werden deshalb bevorzugt der Nacken, der Haaransatz und der Kopf befallen. Die Zecke durchdringt mit ihrem Stechapparat die Haut und sondert mit ihrem Speichel eine Art Betäubungsmittel und ein Stoff gegen Blutgerinnung ab, dazu kommen noch Substanzen, die eine Entzündung verhindern.

Gefahr droht durch Borreliose und FSME

Leider ist ein Zeckenstich nicht nur lästig, sondern kann unter Umständen auch zur Gefahr werden, denn eine Übertragung von Krankheitserregern ist möglich. Zu den wichtigsten Erkrankungen gehören die Frühsommer-Meningoenzephalitis, kurz FSME, und die Lyme-Borreliose. Die Erreger der FSME werden recht früh während des Saugvorgangs ins Blut des Wirtes abgegeben, deshalb ist eine schnellstmögliche Entfernung des Tieres wichtig.

Glücklicherweise gibt es mittlerweile eine gut wirksame Schutzimpfung gegen diese Erreger. Zu den ersten Symptomen kommt es nach ein bis zwei Wochen, der Betroffene fühlt sich wie bei einer Grippe und entwickelt nach rund drei Wochen häufig auch Lähmungserscheinungen und Störungen des Bewusstseins. Die FSME muss frühzeitig behandelt werden da es ansonsten zu einer lebensbedrohlichen Hirnhautentzündung kommen kann.

Borrelien sind Bakterien, die eine ganze Reihe an Symptomen auslösen können, Oftmals haben Betroffene vor der Diagnose eine Ärzteodyssee hinter sich, da die Beschwerden meistens sehr unspezifisch sind. Zu den Anzeichen einer Grippe können noch eine gerötete Einstichstelle, Fieber, sowie Kopf- und Gliederschmerzen hinzukommen. Wochen oder Monate später treten Entzündungen von Gelenken, Nerven und des Herzmuskels, sowie Lähmungen im Gesicht auf. Im letzten Stadium können sich dann blaue Verfärbungen an Händen und Füßen sowie chronische Gelenkbeschwerden zeigen.

Fazit

Die Gefahren die durch einen Zeckenbiss ausgehen, sollte man keinesfalls unterschätzen. Informieren Sie sich in diesem Artikel über Zeckenbisse und wie Sie am besten gegen Zecken vorgehen. Sofern Sie Haustiere haben, lesen Sie Zecken bei Katzen und Zecken bei Hunden.